Woher die Zahlen kommen

Jede Zahl in einem Report lässt sich auf eine Quelle zurückführen. Diese Seite nennt sie — und sagt ebenso deutlich, wo die Rechnung endet.

Die fünf Quellen

Gebäudetypologie (TABULA / IWU)

Energiebedarf, Bauteilflächen und typische U-Werte je Baualtersklasse und Gebäudetyp.

Grundlage jeder Bedarfsschätzung, wenn kein Energieausweis vorliegt.

Baukosten je Maßnahme

Marktübliche Preisspannen je Bauteil und Gewerk, mit einem Regionalfaktor nach Bundesland.

Investitionskosten in drei Preislagen — günstig, realistisch, hochwertig.

Bundesförderung (BEG: BAFA und KfW)

Fördersätze, Boni und Höchstgrenzen je Maßnahme, gepflegt als eigener Datenbestand.

Der Zuschuss, der von der Investition abgeht — inklusive der Boni, die aus den Objektangaben folgen.

Energiepreise

Preis je Kilowattstunde für Gas, Öl, Fernwärme, Strom, Pellets und Nachtstrom.

Übersetzt eingesparte Kilowattstunden in Euro pro Jahr.

Standortdaten (OpenStreetMap, PVGIS, Klimadaten)

Koordinaten zur Adresse, Sonneneinstrahlung am Standort, Heizgradtage.

Schärft PV-Ertrag und Heizbedarf gegenüber einem bundesweiten Mittelwert.

Wie gerechnet wird

  1. 1Aus Baujahr, Gebäudetyp und Wohnfläche entsteht ein Bedarfsprofil. Angaben zu Dämmung, Fenstern und Heizung korrigieren es.
  2. 2Ist die Effizienzklasse unbekannt, wird sie aus diesem Profil geschätzt — mit ausgewiesener Spanne und Konfidenz.
  3. 3Jede Maßnahme wird einzeln gegen den heutigen Zustand gerechnet: Kosten, Förderung, eingesparte Kilowattstunden.
  4. 4Für die Gesamtsumme wird der Wärmeanteil gedeckelt, damit die Summe der Einzelmaßnahmen nicht mehr spart, als physikalisch möglich ist.
  5. 5Aus der tatsächlichen Investition und der jährlichen Einsparung folgt die Amortisation, aus dem Klassensprung die geschätzte Wertsteigerung.

Was diese Rechnung nicht ist

  • Kein Energieausweis nach GEG. Die Effizienzklasse ist berechnet oder geschätzt, nicht ausgestellt.
  • Keine Energieberatung. Für einen förderfähigen individuellen Sanierungsfahrplan (iSFP) braucht es eine eingetragene Energieeffizienz-Expertin oder einen Experten.
  • Kein Angebot. Handwerkspreise schwanken regional und mit der Auslastung; verbindlich ist erst ein Angebot.
  • Keine Heizlastberechnung. Ob eine Wärmepumpe mit den vorhandenen Heizflächen auskommt, entscheidet eine Berechnung vor Ort.
  • Keine Bausubstanzprüfung. Feuchte, Statik oder Schadstoffe kann eine Rechnung nicht sehen.

Warum das trotzdem trägt

Für die Entscheidung, ob sich ein Haus lohnt, braucht niemand die dritte Nachkommastelle. Er braucht die Größenordnung, und zwar bevor er einen Termin vereinbart: Reden wir über 30.000 € oder über 120.000 €, und was davon trägt der Staat. Genau diese Frage beantwortet die Analyse — nachvollziehbar, in Preisspannen statt in Scheingenauigkeit.

Jeder Report weist aus, welche Datenquellen bei seiner Berechnung aktiv waren und wo Standardwerte eingesprungen sind.